Tausende Menschen wurden in den letzten Kriegswochen in sogenannten Todesmärschen durch Österreich getrieben. Die KZ-Häftlinge, die im April 1945 im KZ-Außenlager Gunskirchen ankamen, hatten bereits unermessliche Strapazen hinter sich.
Ab April 1945 wurden im KZ-Außenlager Gunskirchen mehr als 20.000 fast ausschließlich jüdische Menschen interniert. Das Konzentrationslager war nicht fertiggestellt und maßlos überfüllt, sanitäre Anlage fehlten weitgehend. Die Zustände waren katastrophal.
Unmenschliche Zustände bestimmten den Alltag im KZ-Außenlager Gunskirchen. Pro Tag starben bis zu 200 Menschen. Das Lager war kein Arbeits- oder Vernichtungslager im klassischen Sinn, sondern schlichtweg ein „Ort des Sterbens“.
Als die Soldaten der 71. Infanterie-Division der 3. US-Armee am 4. Mai 1945 das KZ-Außenlager Gunskirchen erreichten, fanden sie ein kaum fassbares Bild vor, das viele von ihnen ihr ganzes Leben nicht mehr vergessen konnten.
Nach der Befreiung wurden die Spuren des KZ-Außenlagers Gunskirchen mit der Zeit immer weniger sichtbar. Den Überlebenden war es aber bereits seit 1945 ein Anliegen, die Erinnerung an die Tausenden Ermordeten zu bewahren.